Vorhaben

Das Vorhaben

Im Auftrag des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg hat die LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH die Nachnutzungspotenziale der Sparkassenakademie in Rastatt analysiert. Nachdem sich abgezeichnet hat, dass Sondernutzungen aus den Bereichen Gesundheit, Bildung, Forschung und Entwicklung nicht realisierbar sind, hat die KE eine Wohnnutzung vorgeschlagen.

Luftaufnahme Bestand

Die in einen großzügigen Park eingebettete Anlage an der Nahtstelle zwischen Stadt und Landschaft soll ihren besonderen Charakter wahren und ein Marktsegment bedienen, das im Stadtgebiet von Rastatt bislang unterrepräsentiert ist. Wohnen in der Stadt mit nahegelegenen Infrastrukturangeboten, Kultureinrichtungen, innerstädtischem Handel und Dienstleistungen in einer grünen Umgebung soll für Familien mit Kindern, Senioren, die zurück in die Stadt ziehen wollen und junge Berufstätige, die einen hohen Freizeitwert in der unmittelbaren Umgebung suchen, in großzügiger Weise möglich werden. Gleichzeitig soll das Gelände mit einem neuen Wegenetz den Zugang in die Landschaft für Spaziergänger und Läufer auch aus den angrenzenden Quartieren ermöglichen.

Die Nachnutzung des Geländes ist im Sinne einer Innenentwicklung vorbildlich und erspart die Inanspruchnahme der „Grünen Wiese“ im Außenbereich. Der hochwertigen Umgebung angemessen sind die Standards für eine umweltschonende Erschließung, die Nutzung regenerativer Energien und ein Regenwassermanagement, das die Grundwasserneubildung unterstützt und gleichzeitig Wasserläufe und Wasserflächen als Erlebnisräume schafft. Die Ausrichtung der Gebäude zur Sonne ermöglicht die Nutzung dieser größten regenerativen Energiequelle und eröffnet Chancen für eine innovative Architektur und Gebäudetechnik, die in der Technologieregion Karlsruhe – Rastatt am richtigen Platz sind. Die Wertschätzung der Bewohnerinnen und Bewohner für die besondere Qualität ist Voraussetzung dafür, dass das Wohngebiet zu einer guten Adresse wird, die über Rastatt hinaus Neugier und Interesse wecken soll.

150402_Rastatt Bauschild

Der aus einem städtebaulichen Wettbewerb hervorgegangene Siegerentwurf des Büros Joachim Eble Architektur und des Büros Atelier Dreiseitl strebt ein integrales städtebauliches Konzept für ein neues Wohnquartier an der Nahtstelle der noch urbanen Vorstadt im Übergang zur Auenlandschaft der Rheinebene an. Städtebauliche und landschaftsgestalterische sowie ökologische, ökonomische und soziale Qualitäten sollen gleichgewichtig einbezogen werden. Das Hauptanliegen des Entwurfes ist, ein Quartier mit einer qualifizierten Dichte zu entwickeln, die zwischen dem herausragenden landschaftlichen Umfeld und dem Primat des flächensparenden Bauens einen Ausgleich schafft. Die Leitidee für das Quartier ist der schrittweise Übergang vom Stadtraum am Rödernweg und der Zaystraße in die Auennatur des FFH-Gebietes. Diesen Übergang leisten eine Sequenz immer natürlicherer öffentlicher und gemeinschaftlicher Räume mit Auffahrtsallee, baumbestandenem Quartiersplatz, einer sich öffnende Landschaftsfuge, einem See und erhaltenem Bestandswald.

Auf dem mittlerweile frei geräumten, gut fünf Hektar großen Areal der ehemaligen Sparkassenakademie soll für etwa 400 Menschen eine harmonische Mischung aus Wohnangeboten für unterschiedliche Haushaltsgrößen, Ansprüche und Altersgruppen entstehen. Die Entwicklung des einmalig gelegenen Grundstücks direkt an der Baldenau basiert auf der außergewöhnlichen  Gesamtkonzeption, die möglichst geringen Ressourcenverbrauch und ein hohes Maß an Wohnqualität vereint.